Pressemeldungen
…zur Mitgliederversammlung am 19.Juni 2010
ELBLAND-FORUM: Mit dem Thema Elektromobilität in das zweite Vereinsjahr
Das ELBLAND-FORUM hatte am 19. Juni zu seiner Mitgliederversammlung und zur öffentlichen Veranstaltung „Zukunft Elektromobilität?“ in die Räume der ENFO AG geladen und rd. 40 Mitglieder und Interessierte sind dieser Einladung gefolgt.
Das Forum für Energiewende und Regionale Entwicklung Elbland e.V. habe sich seit seiner Gründung am 16. Mai 2009 dem Ziel der regionalen Energiewende verschrieben. Nachdem im ersten Jahr der Aufbau des Vereines und das Bekanntmachen in der Öffentlichkeit im Vordergrund gestanden haben, strebe der Verein nun auch verstärkt Kooperationen mit lokalen und regionalen Akteuren sowie Projekte zur schrittweisen Umsetzung der Energieregion Elbland an, so Jeannett Haas, die Vorsitzende des Vereins bei der Eröffnung. „Wir wollen gemeinsam mit den vielen Aktiven, die schon lange im Umwelt- und Energiebereich tätig sind, alternative Energie- und Mobilitätskonzepte für Radebeul und die Elblandregion erarbeiten. Dafür werden wir in Zukunft auch noch stärker das Gespräch mit den Bürgern, der Stadt und den Stadtwerken suchen, um noch mehr Unterstützung zu erlangen und unser Ziel auch umsetzen zu können. Die Energieleitstelle Radebeul arbeitet bereits an einem kommunalen Energie-Netzwerk, indem sie unsere Handwerker und Dienstleister einbindet und allen Bürgern An¬laufstelle rund um das Thema Energie ist.“
Die Mittelschule Radebeul Mitte und der hiesige Förderverein sind solche Akteure, die bereits seit langer Zeit erfolgreich mit ihrem Projekt „Mobilität und Umwelt“ aktiv sind, und mit denen das ELBLAND-FORUM zukünftig im Bereich der Umweltbildung kooperieren wird. In Vertretung von Schuldirektor Roland Bösel und dem Vorsitzenden des Fördervereins der Mittelschule Dr. Peter Jugelt wurde dazu eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die Beratungs- und Projektarbeiten in den Bereichen Umwelt, Energie und Mobilität vorsieht. Dr. Peter Jugelt wurde gemeinsam mit Gudrun Gläser auch neu in den neunköpfigen Vorstand gewählt, der den Verein die nächsten zwei Jahre führen wird.
An das Thema Mobilität knüpfte auch der öffentliche Veranstaltungsteil an, zu dem die beiden Gastreferenten Cathleen Klötzing von der Sächsischen Energieagentur (saena), Bereich Energieeffizienz, und Dipl.-Ing. Falk Rosenlöcher von der Brunel GmbH Dresden, eingeladen waren.
Unter der Fragestellung „Zukunft Elektromobilität?“ stellte Fr. Klötzing die Modellregion Elektromobilität Sachsen vor und berichtete von den Plänen zur Weiterentwicklung der Elektromobilität mit der sächsischen Elektro- und Automobilwirtschaft, den Universitäten und Energieversorgern. Elektroautos würden nicht nur unseren hohen Energieeinsatz im Verkehr sowie unsere starken Co2-Ausstoß reduzieren, sondern auch als speichernder Netzdienstleister in unserem zukünftigem Energiemana-gementsystem zur Verfügung stehen. Gerade die geringe Reichweite der Fahrzeuge bewirke aber auch, dass das Thema Elektromobilität vorerst nur in Dresden und Leipzig entwickelt werden könne. Herr Rosenlöcher griff den Punkt Speichertechnologien auf und eröffnete mit seinen Thesen eine breite Diskussion, die das ELBLAND-FORUM in seiner weiteren Arbeit aufnehmen und für die angestrebte Energieregion Elbland weiterverfolgen will: Elektroautos senken zwar durchaus den Öl- und Erdgasverbrauch und könnten vor allem in Ballungszentren die Co2-Probleme lösen, sie vermögen aber nicht unsere Energieprobleme zu lösen. Energie muss intelligent gespeichert werden, aber vor allem dann produziert werden, wenn sie gebraucht wird. Nur effiziente dezentrale Energiemanagementsysteme, deren Netze durch neutrale Energieagenturen betrieben werden, könnten gepaart mit intelligenter Energiespeicherung unsere Zukunft sein.