Herausforderungen Speichermöglichkeiten – Visionen zur künftigen Energietechnik

 

Das Elbland-Forum holt zukünftig Statements bei den Referenten des Energiestammtisches Elbland ein und veröffentlicht diese hier auf unserer Homepage.

Am 10. Januar 2012 war Gastreferent Herr Dipl. – Ing. Falk Rosenlöcher, Niederlassungsleiter der Brunel GmbH Dresden. Hier sein Statement zum Thema Speichermöglichkeiten – Visionen zur künftigen Energietechnik.

Die Erzeugung und Speicherung von Energie wird in diesem Jahrhundert eine starke Diversifizierung erfahren. Künftig wird man nicht nur fünf verschiedene Energieträger bzw. Technologien nutzen, sondern bis zu 15-20 verschiedene. Diese Individualisierung wird erheblich viele Arbeitsplätze schaffen und sichern.

Die Energiekonzerne werden schon in den nächsten 20 Jahren einiges an Einfluss am Markt verlieren. Dennoch wird die Grundabsicherung durch fossile Brennstoffe lange anhalten. Die Nutzung der Sonne, Wind und Brennstoffzellen sind aus meiner Sicht die langfristigsten effizientesten Lösungen. Neue, derzeit zu entwickelnde Speichersysteme werden tageszeitliche, saisonale, politische Energieprobleme entschärfen, aber keine Finallösung darstellen.

Der globale (!) Ansatz muß sein, Energieverbrauch zu vermeiden und rapide zu senken. Energie sollte künftig lokal und „on demand“ d.h. wenn sie gebraucht wird, produziert werden. Wenig Transport, Speicherung nur wenn erforderlich, damit die Kosten und Verluste gering gehalten werden können. Jeder einzelne Mensch kann schon jetzt damit beginnen Solarzellen, Solarthermie oder Erdwärme zu nutzen- das Ziel der Energiewende kann nur durch die Menschen erreicht werden. Derzeit kann man als Konsument damit kaum Geld sparen, der Beginn des Umdenkens ist aber wichtig . Unsere Kinder müssen das Vorleben des Energiesparens bewußt kennenlernen. Das Thema der Energieumwandlung, im physikalischen Sinne, muß bestmöglich erforscht werden, um Verluste zu minimieren und die Chance / den Traum offen zu halten, das Energieproblem nachhaltig zu lösen ! Wenn das in den nächsten 200, 300 … Jahren gelingen würde, könnte das weltweit zu Wohlstand und Stabilität führen.

Unser Angebot Schulprojekttag „Elektromobilität“

In Zusammenarbeit mit der Mittelschule Radebeul haben wir einen Projekttag „Elektromobilität“ für Schulen entwickelt. Das Unterrichtsmodul ist über die Sächsische Energieagentur SAENA GmbH zu beantragen.

Wie wir das Unterrichtsmodul bereits an einer Schule gestaltet haben, zeigte unser Testlauf am 6. Mai 2011 im Rahmen des Schulenergietages an der Mittelschule Radebeul-Mitte.

Beim ersten Thema „peak oil“ sprach Norbert Rost über die Themen Ressourcenendlichkeit, Umwelt-und Klimabelastung, Mobilitätskosten und Modellprojekte Elektromobilität. Das zweite Thema „Wie funktioniert ein Elektroantrieb?“ wurde von der CITYSAX Mobility GmbH sehr anschaulich erklärt, es wurde über die Funktionsweise und den Wirkungsgrad eines Elektroantriebes, über Autobatterien und Ladesysteme berichtet.

Im Praxisteil konnten sich die Schüler an drei Stationen mit Elektromobilität befassen:
1. Erfahrungsbericht mit einem E-Trabant:
Ein Mitarbeiter des Klimaschutzbüros der Stadt Dresden fährt seit Jahren einen E-Trabant. Er berichtete über seine Erfahrungen und über alltagstaugliche Elektromobilität. Der E-Trabant war natürlich auch vor Ort.

2. Mobile Solartankstelle und Elektro-Karts:
Die beiden Leiter der AG Formel „E-Kleinrennwagen “ demonstrierten die Funktionsweise der Solartankstelle und führten ein Training mit den E-Karts auf der neuen Rennstrecke auf dem Gelände der Mittelschule durch.

3. Modellbau Solar-Mobil
An dieser Station hatten die Schüler die Möglichkeit zum Experimentieren und zum Bau eines Solar-Mobils aus Recycling-Materialien. Der Bildungsreferent informierte die Schüler über die Wirkungsweise von Solarmodulen und die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenenergie.

Weitere Informationen zur Buchung und Durchführung des Schulprojekttages Elektromobilität finden Sie hier.

Solartankstelle

Bau eines Solar-Mobils mit Schülern

 

Umundu-Festival in Dresden: Städte im Wandel

Das diesjährige Umundu-Festival für global nachhaltigen Konsum findet vom 10. bis 20. November statt und bietet über 50 bunte Veranstaltungen. Das diesjährige Thema steht den Motiven des Elbland-Forums sehr nahe, es lautet „Transition Town – Stadt im Wandel“. Unter dem Stichwort „Transition Town“ formiert ich eine Bürgerbewegung, die die eigenen Städte krisenfester machen will, um Klimawandel, Wirtschaftskrise und Peak Oil zu begegnen. In Sachsen gibt es derzeit in Dresden und Leipzig Transition-Initiativen, wir dürfen erwarten, dass es in den kommenden Jahren noch einige mehr werden.

Besonders hervorzuheben:

Das Komplettprogramm liefert einiges mehr…

Sächsische Energiepolitik kritisch hinterfragt

Das Elbland-Forum macht den Praxistest und holt zukünftig Statements zur aktuellen bundesdeutschen und sächsischen Energiepolitik ein und veröffentlicht diese  hier  auf unserer Homepage. Wir befragen dazu die Mitglieder unseres Wissenschaftlichen Beirates und weitere Wegbegleiter unserer Energiewende-Initiative im Elbland. Es sind alles Akteure, die sich jeden Tag in den unterschiedlichsten Bereichen für Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien und damit auch für regionale Strukturentwicklung einsetzen und diese Potenziale für unsere Region und für Sachsen nutzbar machen wollen.

Aktuell zur Regierungserklärung des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich zum Energie-Umstieg am 25. Mai 2011 im Sächsischen Landtag

Statement von Dr. Uwe Mixdorf und Burkhard Zschau, Management des Bioenergienetzwerkes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Transition Training in Dresden

Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa „Bewegung für eine Stadt
des Übergangs“) proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen
in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine
postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Eine Initiatorengruppen zu
Transition Town Dresden hat sich gefunden und erste Treffen haben
stattgefunden.

Für Samstag, den 21.05.2011 und Sonntag, den 22.05.2011 ist ein Transition Town Training in Dresden geplant.

Die Kursleitung erfolgt durch zwei ausgebildete Transition Town Trainer
und werden von Gerd Wessling geleitet werden. Gerd Wessling begleitet
seit über 3 Jahren die Transition Initiativen. Er war und ist oft in
Totnes (UK) und lebt an seinem Heimatort Bielefeld als Mitgründer von
Transition Town Bielefeld.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung:
http://www.stadt-im-wandel.net

Die Teilnehmeranzahl ist auf 30 Teilnehmer begrenzt und die Teilnahme
wird entsprechend dem Eingang der Anmeldungen vergeben.

1. deutschsprachige Transition-Konferenz in Hannover

„Transition“ heißt „Übergang“. Wir stehen an der Schwelle des Übergangs vom fossilen ins postfossile Zeitalter. Das Elbland-Forum versteht sich als aktiver Spieler in dieser Übergangszeit, doch wir sind nicht allein. Ausgehend von der Kleinstadt Totnes in Großbritannien formt sich derzeit eine globale Bewegung, die die Energiewende auf lokaler Ebene voranbringen will: Die Transition-Town-Bewegung.

Die von dieser Idee Bewegten treffen sich jetzt:

Vom 19. bis 21. November zur 1. deutschsprachigen Transition-Konferenz in Hannover

Aus Dresden fahren zumindest zwei Leute hin. Wer kommt aus unserer Region noch mit?

Mehr Infos zur Konferenz: http://www.transition-konferenz.de

Vortrag: Die RegioStar-Genossenschaft

Wir laden ein zu einem Abend mit Franz Galler, Initiator des Regiogeldes Sterntaler und treibende Kraft hinter der RegioStar-Genossenschaft im Berchtesgadener Land. Er wird uns über die Aktivitäten der Genossenschaft berichten und mit uns ins Gespräch kommen, inwieweit dieses Modell zur bürgerschaftlich getragenen Regionalentwicklung auch in unserer Region umsetzbar ist. Eine Regionalgenossenschaft fürs Elbland…

Wann? 27. September 2010, 19:30 Uhr

Wo? Vereinshaus „Aktives Leben“, Dürerstraße 89, Dresden Johannstadt

Wieviel? Eintritt frei, Spende erbeten, Anmeldung erbeten.

Kontakt: ed.murof-dnalblenull@tsor.trebron

Mehr Informationen zum Projekt:

Peak Oil im Gespräch: Die Bundeswehr-Studie

Seit Mitte August eine Studie des Zentrums für Transformation der Bundeswehr in die Öffentlichkeit kam, hat das Thema Peak Oil neue Aufmerksamkeit erhalten. Die Studie ist nicht offiziell freigegeben, offizielle Stellungnahmen beschränken sich darauf, ihre Echtheit zu bestätigen, sie aber als „inoffizielle Vorabversion“ zu bezeichnen. Unabhängig davon ist der Inhalt der Studie brisant, ist es doch die erste umfassende Analyse einer öffentlichen Einrichtung in Deutschland, die sich mit dem Thema auseinandersetzt.

Insbesondere befindet die Studie:

  • dass Peak Oil ein „systemisches Risiko“ für alle gesellschaftlichen Bereiche darstellt
  • dass die Wirkungen des Peaks umfassend sind und es Zeit kostet, Vorbereitungen zu treffen

Während SPIEGEL ONLINE sich insbesondere auf die sicherheitspolitischen Problemstellungen konzentriert und der überwiegende Rest der Medien sich dieser Sichtweise anschließt, soll jedoch folgendes betont werden:

Peak Oil hat sehr lokale Auswirkungen. Die betroffenen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche wie Verkehr, Landwirtschaft, chemische und Automobilindustrie sowie sinkende Kaufkraft und zu erwartende Transformationsarbeitslosigkeit werden jeden Menschen in irgendeiner Form erreichen. Deshalb ist es notwendig, sich von lokaler Seite aus Gedanken über die Umgestaltung der Kommunen und Regionen zu machen. In der Studie heißt es unter anderem dazu:

„Der Faktor Zeit kann für den Erfolg der Transformation zu post-fossilen Gesellschaften dabei entscheidend sein. Um diesbezügliche demokratische Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, müssen die Gefahren einer erodierenden Ressourcenbasis im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden. Nur so kann das notwendige Problembewusstsein für anstehende Weichenstellungen entstehen. Gleichzeitig müssen eigene Möglichkeiten der Vorbereitung geprüft und ergriffen werden. Dezentrale Lösungsansätze können zwar von zentraler Stelle gefördert, aber in der Regel nicht entwickelt und implementiert werden.“

Damit heben die Autoren die Rolle der Kommunen hervor, die die gesellschaftlichen Knotenpunkte dezentraler Lösungsansätze sind: In den Kommunen muss ein Problembewusstsein entstehen und die Lösungen lokal entwickelt und umgesetzt werden. Eine Analyse der Studie aus einem kommunalen Blickwinkel gibt es bei Peak-Oil.com (einen Überblick über weitere Reaktionen gibt es hier). Aus Sicht des Elbland-Forums werden wir in unserer Meinung verstärkt, dass die Energiewende insbesondere auf lokaler Ebene vorangetrieben werden sollte. Der Ansatz der Transition Towns ist dabei hilfreich. Wir laden jeden ein, diesen Prozess unterstützend zu begleiten.

PM zu unserer Mitgliederversammlung

ELBLAND-FORUM: Mit dem Thema Elektromobilität in das zweite Vereinsjahr

Das ELBLAND-FORUM hatte am 19. Juni zu seiner Mitgliederversammlung und zur öffentlichen Veranstaltung „Zukunft Elektromobilität?“ in die Räume der ENFO AG geladen und rd. 40 Mitglieder und Interessierte sind dieser Einladung gefolgt.

Das Forum für Energiewende und Regionale Entwicklung Elbland e.V. habe sich seit seiner Gründung am 16. Mai 2009 dem Ziel der regionalen Energiewende verschrieben. Nachdem im ersten Jahr der Aufbau des Vereines und das Bekanntmachen in der Öffentlichkeit im Vordergrund gestanden haben, strebe der Verein nun auch verstärkt Kooperationen mit lokalen und regionalen Akteuren sowie Projekte zur schrittweisen Umsetzung der Energieregion Elbland an, so Jeannett Haas, die Vorsitzende des Vereins bei der Eröffnung.

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weiter zu den Gastreferaten zur Elektromobilität von der saena und der Brunel GmbH

Wie sich das ELBLAND-FORUM seit seiner Gründung entwickelt hat, können Sie im auch im Tätigkeitsbericht 2009 nachlesen.

Zum Weltverkehrsforum in Leipzig

In Leipzig fand vom 26. bis 28. Mai das Weltverkehrsforum statt, ein Zusammentreffen verschiedener Forscher und Akteure, die sich mit der Zukunft des Verkehrs auseinandersetzen.

Verkehr – das ist auch eines der Stichwort, was unsere Aktivitäten betrifft. Nicht nur, weil wir auf der kommenden Mitgliederversammlung uns der Elektromobilität widmen wollen, sondern auch, weil das Thema Energie und speziell Fragen der Erdöl-Versorgung mit diesem allesdurchdringenden Bereich verbunden ist.

Interessant ist nun der Rückblick auf dieses Verkehrsforum, wobei zwei Publikationen besonders hervorspringen:

Diese ist insbesondere interessant, da Horst Köhler verstanden hat, daß der Verkehr der Zukunft nicht durch MEHR sondern durch INTELLIGENTER geprägt ist und intelligente Mobilität auch weniger Verkehr bedeuten kann. Und die Rede ist auch deshalb interessant, weil er die Betonung regionaler Wirtschaftskreisläufe anregt und dabei explizit Bezug nimmt auf die Transition Town-Bewegung, die sich zunehmend in der Welt formiert.

Wer die Rede nicht lesen, sondern anschauen will, kann dies auf der Webseite des Weltverkehrsforums tun, wo auch weitere Infos zu finden sind.