Energiestammtisch Elbland I. Quartal 2013

Der Energiestammtisch Elbland hat im vergangenen Jahr regen Zuspruch erfahren und die Diskussionen zu den einzelnen Themen haben gezeigt, dass wir deren Auswahl gut getroffen haben.

Um den Energiestammtisch in unserem Sinne weiterzuentwickeln haben wir uns in diesem Jahr dazu entschlossen, die Veranstaltungen einzuschränken und quartalsweise zu veranstalten sowie einen deutlicheren Bezug zur Energieregion Elbland herzustellen.

Unsere erste Veranstaltung findet am

Montag, den 11.03.2013, um 19 Uhr, in der Stadtbibliothek Radebeul-Ost (im Bahnhof Radebeul-Ost, Sidonienstraße)

statt und wird sich unter der Fragestellung

Wie entwickelt sich Radebeul? – Die Ressourcen- und Energiefrage

mit den Ergebnissen unserer Studie „Energiewende in Radebeul“ beschäftigen. Wir laden wieder sehr herzlich zum Mitdiskutieren ein und freuen uns, mit dem 1. Bürgermeister von Radebeul, Dr. Jörg Müller, den fachlich zuständigen und kompetenten Gesprächs- und Diskussionspartner von Seiten der Stadt begrüßen zu können.

Die Veranstaltung ist offen für alle und kostenfrei.

Wir freuen uns, wenn auch Sie wieder dabei sind!

… weitere Informationen zum Energiestammtisch Elbland

Dresden auf Entzug 2

Anfang November veranstalteten wir im Hygiene-Museum Teil 2 unserer Reihe „Dresden auf Entzug – Wie funktioniert die Stadt ohne Öl“? Diesmal widmeten wir uns dem Verkehrsentwicklungsplan 2025+ der Stadt Dresden, fragten ob die städtischen Strukturen angemessen aufgestellt sind und warfen eine Blick zurück in die Zeit vor dem Öl. Wer nicht dabei war darf auch diesmal wieder in den Abend per Video hineinschauen:

[youtube 1M-BrKxRjuo]

Herausforderung Energiewende in der Elblandregion – Strategien zur Förderung auf lokaler Ebene – Die Methodik aus dem EU-Projekt Cities on Power

Statement_b

 

Am 13. November 2012 war Gastreferent Herr Stefan Mieth, Lokale Agenda 21 für Dresden e.V., Projektkoordinator Klima/Energie, beim Energiestammtisch Elbland. Hier sein Statement zum Thema „Herausforderung Energiewende in der Elbland-Region – Strategien zur Förderung von Erneuerbaren Energien – Die Methodik aus dem EU-Projekt Cities on Power“.

 

Die Energiewende ist seit der Einführung des Erneuerbaren Energiengesetz (EEG) im vollen Gange. Dabei fallen immer wieder die Schlagwörter „Dezentralisierung“ und „Demokratisierung“. Die Entwicklungen der letzten 10 Jahre zeigen, dass vor allem Privatpersonen und Landwirte über 50% der installierten Leistung zur Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien verfügen. Die großen Energiekonzerne haben hingegen mit circa 6,5% einen sehr geringen Anteil. Der Lokale Agenda 21 für Dresden e.V. untersucht im Rahmen des EU-Projekts „Cities on Power“ diese Entwicklung. Neben Investitionen von Einzelpersonen haben sich in den letzten Jahren viele unterschiedliche Beteiligungsformen etabliert. Daraus ergibt sich für das Projekt „Cities on Power“ eine der Hauptfragestellungen, welche lautet: „Wie kann ich Akteure im Energiesektor mobilisieren?“ Interessant erscheint dabei der internationale Erfahrungsaustausch, welcher durch die Beteiligung von polnischen, italienischen, österreichischen und deutschen Projektpartner gewährleistet ist.

Während des Projektverlaufes wurden bereits Akteursanalysen, unter anderem für den Raum Dresden, durchgeführt. Diese bilden die Grundlage für nachfolgende Untersuchungen. Insbesondere wurden Kommunikations- und Förderinstrumente analysiert und dabei deren Akteursbezug hergestellt. Aus diesen Ergebnissen ist ablesbar, welche Kommunikations- und Förderinstrumente für welchen Akteur am geeignetsten erscheinen. Dadurch besteht die Möglichkeit zielgruppenspezifisch Akteure für die Energiewende zu gewinnen.

Zurzeit werden Best-Practice-Beispiele von Beteiligungsmodellen zusammengetragen. Diese werden in einem „Transnationalen Beteiligungskonzept“ dokumentiert. Neben verschiedenen lokalen Informationsveranstaltungen werden im weiteren Projektverlauf alle Ergebnisse auch auf der Projektwebsite www.citiesonpower.eu veröffentlicht.

Elektromobilität in Sachsen: 1 Million Elektroautos in Deutschland bis 2020 – Warum sehen wir noch keine?

Statement_b

Am 11. September 2012 war Gastreferentin Frau Cathleen Klötzing, Sächsische Energieagentur SAENA, Bereich Energieeffizienz-Mobilität beim Energiestammtisch Elbland. Hier ihr Statement zum Thema „Elektromobilität in Sachsen – 1 Million Elektroautos in Deutschland bis 2020 – Warum sehen wir noch keine?“ 

 

 

Das politische Ziel 2020: 1 Million Elektrofahrzeuge  in  Deutschland – ist ambitioniert.  Aber Deutschland will Leitmarkt und –anbieter für Elektromobilität werden.

Sachsen ist eine von bundesweit acht Modellregionen für Elektromobilität, die vom Bundesverkehrsministerium gefördert werden. In der ersten Phase wurden in Sachsen von 2009 bis 2011 Projekte mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten umgesetzt. Hervorzuheben sind die Projekte „SaxHybrid“ mit dem Einsatz von jeweils 10 Hybridbussen im ÖPNV in Dresden und Leipzig, „SaxMobility“ in dem der Einsatz von Elektrofahrzeugen im Flottenbetrieb erprobt sowie der Aufbau notwendiger Ladeinfrastruktur vorangetrieben wurde und das Projekt „Entwicklung von Prozess- und Produktionstechnologien für Energiespeichersysteme“.

 

Aufgrund der sehr guten Ergebnisse der ersten Phase der wurde das Modellregionen-Programm bis Ende 2014 verlängert. Dadurch befinden sich in Sachsen neue Projekte in der Umsetzungsphase. Zum einen ist „SaxMobility II“ mit neuen Schwerpunkten zum Vorgängerprojekt, wie z. B. der diskriminierungsfreie Zugang zu Abrechnungssystemen an Ladestationen und die Anbindung von Elektromobilität an den ÖPNV, fortgesetzt worden. Zum anderen das Projekt „Energiespeichersysteme im ÖPNV“, bei dem u. a. kostenoptimierte Herstellungsverfahren für Batteriesysteme im ÖPNV entwickelt werden.

Seit Anfang dieses Jahres ist Sachsen nun auch „Schaufenster für Elektromobilität“. Die Bundesregierung fördert von 2012 bis 2015 diese groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben mit 180 Mio. Euro. Im bayerisch-sächsischen Schaufenster ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET sollen ca. 60 Projekte mit einem Volumen von bis zu 150 Mio. Euro an der Schnittstelle von E‑Fahrzeug, Energiesystem und Verkehrssystem umgesetzt werden. Themenschwerpunkte des Schaufensters sind: Langstreckenmobilität, Urbane Mobilität, Ländliche Mobilität, Internationale Verbindungen sowie Aus- und Weiterbildung. Bayern und Sachsen haben es sich zum Ziel gesetzt gemeinsam wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle für die Elektromobilität zu entwickeln und zu etablieren.

Die Realität zeigt zum 01.01.2012 bisher über 200 E-Autos in Sachsen – Tendenz steigend. Das ist noch nicht viel, aber die Innovationen der  Elektromobilität in Sachsen bewegen sich auf dem richtigen Weg.

 

Video: Dresden auf Entzug

Ende April luden Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutsches Hygiene-Museum Dresden und zwei Akteure des Elbland-Forums zu einem Abend ins Hygiene-Museum, bei dem es um die Frage ging: Wie funktioniert die Stadt ohne Öl? Unter dem durchaus provokanten Titel „Dresden auf Entzug“ wollten wir diskutieren, wie gut Dresden auf den Peak Oil vorbereitet ist – das globale Ölfördermaximum, dessen Auswirkungen vermutlich drastisch sind, das bislang aber im gesellschaftspolitischen Diskurs und in den Strategien von Kommunen und Unternehmen nur eine sehr, sehr untergeordnete Rolle spielt.

Eingeladen hatten wir Vertreter der IHK, des Dresdner Einzelhandels sowie der Dresdner Verkehrsbetriebe und 140 Besucher kamen – weitere 40 mussten wir leider absagen, da der gewählte Saal zu klein für das Interesse war. Bei der nächsten Veranstaltung am 8. November 2012 werden wir deshalb einen größeren Saal im Hygiene-Museum nutzen.

Der Vortragsabend wurde mitgeschnitten. So können nun auch jene teilhaben an diesem Abend, die im April nicht live dabei waren. Untenstehend oder direkt auf YouTube:

 

Herausforderung Energiewende: Ausbau der Stromnetze

Am 8. Mai 2012 war Gastreferent Herr Dipl.-Ing. Jörg Dickert, TU Dresden, beim Energiestammtisch Elbland. Hier sein Statement zum Thema “Herausforderung Energiewende: Ausbau der Stromnetze – Brauchen wir Leitungsautobahnen für eine dezentrale Energieversorgung?”

 

 

Die elektrische Energieversorgung ist ein wichtiger Bestandteil der gut ausgebauten Infrastruktur in Deutschland und die Qualität wird weltweit hoch angesehen. Zuverlässige Energieversorgungsnetze sind zudem Bedingung für Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Die Aufgaben der Netze haben sich in den letzten Jahren mit der Integration von erneuerbaren Energien stark verändert. Galt es bisher, den Strom möglichst effizient zum Kunden zu leiten, steht heutzutage auch die größtmögliche Aufnahme sowie Verteilung von Strom aus Sonne und Wind im Focus. Bisher erfolgte die Integration durch Ausnutzung der im Netz bestehenden Reserven. Viele Betriebsmittel, wie Kabel und Transformatoren, werden immer mehr bis an ihre Grenzen betrieben. Dies birgt auch Gefahren, da ein ständiger Betrieb am Limit schneller zu Fehlern und so zu Stromausfällen führen kann.

Der Wandel der Energieversorgung bringt einen enormen Forschungs- und Investitionsbedarf mit sich. Zum einen müssen die Grenzen der
Betriebsmittel besser verstanden und zum anderen die Energieflüsse umfangreich gesteuert werden. Die Steuerbarkeit soll durch sogenannte
intelligente Netze erfolgen. Dabei werden eine Vielzahl von Informationen (Erzeugungsprognose, Netzauslastung, Lastprognose, Verschiebung von Lasten) gebündelt, um eine optimale Betriebsführung zu gewährleisten. Das Optimierungskriterium ist nicht mehr allein die Effizienz, sondern zudem die Vermeidung von CO2 bei einem möglichst wirtschaftlichen Netzbetrieb.

17. Tag der Erneuerbaren Energien am 28. April 2012

In der sächsischen Stadt Oederan wurde der Tag der Erneuerbaren Energien 1996 aus der Taufe gehoben anlässlich des 10. Gedenktages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Der Tag der Erneuerbaren Energien ist seit 2001 eine deutschlandweite Initiative, in der die praktische Nutzung der Erneuerbaren Energien in vielen Einzelaktionen besonders im Mittelpunkt steht.

In Dresden werden vor diesem Hintergrund vom 23. April bis 28. April unterschiedliche Veranstaltungen rund um das Thema „Erneuerbare Energien“ durchgeführt. Das Programm können sie hier einsehen.

Der Schulenergietag wird auch in der Woche vom 23. April bis 27. April 2012 stattfinden. Das ELBLAND-FORUM führt am Mittwoch, den 25. April im Auftrag der SAENA das Unterrichtsmodul „Elektromobilität“ an der Mittelschule Pestalozzi Meißen durch.

Weitere Informationen zum Tag der Erneuerbaren Energien hier.

Die Brennstoffzelle

 

Am 10. April 2012 war Gastreferent Herr Dr.-Ing. Christian Wunderlich, Fraunhofer IKTS Dresden, beim Energiestammtisch Elbland. Hier sein Statement zum Thema „Brennstoffzelle – Was vermag sie wirklich?“ 

 

 

Erdgas und Biogas betriebene Brennstoffzellensysteme stehen vor dem Marktdurchbruch im stationären Anwendungsbereich, auch wenn auf der Kostenseite und zum Teil bei der Robustheit noch keine kommerzielle Wettbewerbsfähigkeit erreicht ist:

  • Japan ist international führend; sächsische Forscher haben einen weltweit anerkannten Beitrag zur Entwicklung geleistet
  • Für Altbauten sind mikroKWK Systeme einer nachträglichen Fassadendämmung überlegen und unbedingt vorzuziehen
  • Erdgasbetriebene Systeme sind langfristig ökologisch und zukunftsfähig
  • Stationäre Brennstoffzellensysteme können im Rahmen der Energiewende einen wichtigen Beitrag zur Neustrukturierung der  Energieversorgung leisten

Klimaschutz vor Denkmalschutz

Am 13. März 2012 war Gastreferent Herr Architekt Joachim Lattke, REBUS Regionalinitiative Energieeffizientes Bauen und Sanieren, beim Energiestammtisch Elbland. Hier sein Statement zum Thema „Klimaschutz vor Denkmalschutz – Ist energieeffizientes Sanieren trotz Denkmalschutz möglich?“.

 

Um dem gespannten Verhältnis von Klimaschutz und Denkmalschutz nahe zu kommen, ist es notwendig, einen scheinbaren Widerspruch durch genaue Kenntnisse der Anforderungen des energetischen Sanierens und andererseits der denkmalrechtlichen Anforderungen aufzulösen. Die  Arbeit am Denkmal erfordert in besonderer Weise, dass sich sowohl Eigentümer und Planer als sein Sachwalter als auch die Vertreter des Denkmalrechts über die schutzwürdigen Interessen, die rechtlichen Anforderungen und denkmalpflegerisch realisierbare Möglichkeiten der Energieeffizienz verständigen.  Ziel muss es sein, den Eigentümern trotz der ihnen auferlegten Einschränkungen eine flexible, profitable und zeitgerechte Nutzung des Denkmals im Rahmen des denkmalrechtlich Vertretbaren zu ermöglichen.  Diese Zielstellung findet sich bei genauerem Hinsehen sowohl im Denkmalrecht  als auch in den Festlegungen der Energieeinsparverordnung EnEV 2009.  In deren Paragraphen  9 – Änderungen an Gebäuden,  24 – Ausnahmen und 25 – Befreiungen, sind Wege enthalten, die zeitgemäße Sanierung eines Baudenkmals ohne Beeinträchtigung seiner Bausubstanz oder seines Erscheinungsbildes durch Maßnahmen der Energieeffizienzsteigerung vorzunehmen.  Voraussetzung für eine erfolgreiche denkmalgerechte Sanierung ist jedoch zwingend die Herangehensweise eines Arztes:  Anamnese – Diagnose – Therapie.  Erst in diesen Arbeitsschritten – vor deren „Einsparung“ dringend zu warnen ist – ist es möglich, Maßnahmen auf der Basis eines Interessenausgleichs als Abwägungsergebnis am Denkmal festzulegen:  Aus der Denkmalperspektive z.B. Rechtstatus, Authentizität, Erhaltungsfähigkeit und Materialkontinuität und aus Sicht des Eigentümers Wärme- und Feuchteschutz, Energieverbrauch,  Wirtschaftlichkeit und Werterhaltung. In diese Überlegungen sollten immer auch Fragen der Nutzung einbezogen werden, die oft Ursache der Diskrepanz zwischen Pflege des Bestandes und der Anpassung an veränderte Bedürfnisse sind.
Im Vortrag genannte Beispiele zeigten anhand moderner Haustechnik und dem ständig wachsenden Angebot hochentwickelter Baumaterialien mögliche Lösungen für eine Steigerung der Energieeffizienz am Denkmal.  Hier bedarf es oft solider bauphysikalischer Fachkenntnisse. Die intensive Diskussionsrunde am Ende des Vortrages bestätigte, dass eine energetische Ertüchtigung ohne Verlust von Denkmalsubstanz möglich ist als ein Kompromiss zwischen Konservierung und Anpassung !

Energie aus Müll? Ja bitte!

 

Am 14. Februar 2012 war Gastreferent Herr Dr. Steffen Jahn, ENFO AG, Projekt oiltec factory beim Energiestammtisch Elbland. Hier sein Statement zum Thema „Energie aus Müll? Ja bitte! – Visionen und Wirklichkeit – Technologieprojekt mit Substanz“. 

 

MÜLL und ABFALL sind irreführende Begriffe. Es sind WERTSTOFFE bzw. SEKUNDÄRROHSTOFFE im besten Sinne des Wortes. Die Sekundärrohstoffbranche hat sich zur wachstumsstärksten der deutschen Wirtschaft entwickelt.
Diese Wertstoffe sind nationaler und internationaler Herkunft und eine Verwertung soll sinnvollerweise regional ausgeführt werden. Das aktuell verabschiedete Kreislaufwirtschaftsgesetz verändert die bisher in den europäischen und nationalen Regelungen genutzte dreistufige Hierarchie von „Vermeidung – Verwertung – Beseitigung“ in eine fünfstufige Folge. Dabei wird  die „Verwertung“ in drei weitere, gestufte Verwertungsoptionen, nämlich „Vorbereitung zur Wiederverwendung“, „Recycling“ und „sonstige Verwertung“, zum Beispiel „energetische Verwertung“ aufgeteilt. Inwieweit dies den praktischen Anforderungen gerecht wird, wird sehr kontrovers diskutiert und die jeweilige Haltung ist stark von unterschiedlichen Interessenlagen bestimmt.
Die Entwicklungen der Kapazitäten für die Müllverbrennung werden in Deutschland weiter betrieben; sind in Planung und Umsetzung. Ich halte das für eine Fehlentwicklung, weil dies zu weiteren Müllimporten führt, um die erweiterten Kapazitäten wirtschaftlich auszulasten.
Recycling und Wiedereinbringung in regionale Kreisläufe ist aus meiner Sicht die Variante mit den günstigsten Effekten hinsichtlich ökologischer Risiken, Energieeffizienz und Akzeptanz der Wirtschaftsakteure.
Eine energetische Verwertung soll sich an der Aufgabenstellung und dem anfallenden Aufkommen an Wertsoffen orientieren. Es darf nicht Ziel sein, Wertstoffe zusätzlich zu beschaffen, um Kapazitäten für energetische Verwertung auszuweiten.
Das Verfahren der Katalytischen Drucklosen Verölung ist eine Möglichkeit regionalen Umganges mit Wertstoffen. Das Verfahren ist genehmigungsfähig und für einen Standort in Sachsen mittels einer erteilten BImSchV-bezogenen Bau- und Betriebsgenehmigung auch umsetzbar. Die Anlagengröße ist so gewählt, dass kürzeste Transportwege für die Anlieferung der Ausgangsstoffe aus der Sortierung der Wertstoffe entstehen. Das Verfahren produziert Dieselkraftstoff entsprechend der Norm EU 579.
So wird aus einem regional erfassten Ausgangsstoff ein regional massenhaftes Endprodukt zu absolut marktfähigen Preisen hergestellt.
Auch bei diesem Verfahren gilt es Betrachtungen anzustellen, welche Ausgangsstoffe ggf. einer anderen, günstigeren Verwertung zuzuführen sind und welche Stoffe besonders durch dieses Verfahren verwerten werden sollen. Und immer gilt der Blick der gesamten Energiebilanz des Verfahrens, um Sinnfälligkeiten von Sinnlosigkeiten trennen zu können.
Die Diskussion an diesem Abend hat unterschiedliche Auffassungen zum Themenbereich ans Licht gebracht. Das zeigt auch bei diesem Thema eindrucksvoll, es gibt nicht DIE EINE Lösung. Gesetzliche Rahmenbedingungen ersetzen nicht das Wirtschaften. Sie sind jedoch besser an der Lösung orientiert, indem es gelingt, die Zielstellung übergeordneten als Einzelinteressen zu widmen.