Mobilität

Der Verkehrssektor

Dem Verkehrssektor fällt in unserer hoch entwickelten und von Arbeitsteilung geprägten Volkswirtschaft eine große und ständig wachsenden Bedeutung zu. Im Jahr 2007 hatte der gesamte Verkehrssektor, also Güterverkehr und Personentransport, einen Anteil von 29% an unserem gesamten Endenergieverbrauch, im Vergleich zum Jahr 1990 ein zusätzlicher Anteil von 4%. Dabei ist seit Jahrzehnten ein Strukturwandel im Güter- und Personenverkehr wahrzunehmen, der mit einem Trend zum motorisierten Individualverkehr und der Verlagerung des Gütertransportes von der Schiene auf die Straße Ausdruck unserer Wirtschafts- und Lebensweise und unserer Mobilitätsbedürfnisse ist.

Unsere Probleme

Die Verwirklichung unserer Bedürfnisse basiert dabei aber im Verkehrssektor zu 94%  auf fossilen Energieträgern, die überwiegend importiert werden müssen und deshalb für uns eine fast 100%ige Abhängigkeit von deren Verfügbarkeit und Kosten begründet.  In Zeiten knapper werdender Ressourcen (peak oil) und damit einhergehender kostenintensiver Förderungen eine absehbare Problemverschärfung für unsere Gesellschaft.

Der Verkehrssektor sorgt nach der Energiewirtschaft für den zweithöchsten CO2-Emmissionsausstoß deutschlandweit, Tendenz steigend. Betrachtet man den reinen Anteil aller genutzten Energieträger am CO2-Ausstoß, sind die Mineralölprodukte mit 35% Hauptverursacher in Deutschland.

Dabei regt sich mit dem Strukturwandel und der Zunahme des Verkehrs auch zunehmend Widerstand gegen dessen übermäßige Raumeinnahme  in Städten, gegen Feinstaubbelastungen in Ballungszentren, gegen Lärmbelastungen, Unfallgefahren usw. Und in einigen ländlichen Regionen, die mit Abwanderung und Überalterung zu kämpfen haben, droht Mobilität zum Luxusgut zu werden…

Unser Widerspruch

Wir sind eine mobile Gesellschaft, deren Verkehrssystem unserer Lebens- und Arbeitsweise angepasst ist und jegliche Bedürfnisse erfüllen kann.

Vor dem Hintergund unserer bereits jetzt messbaren Umweltprobleme und der auf uns zukommenden Ressourcenverknappung müssen wir unsere Bedürfnisse hinterfragen und Mobilität vom Ende her denken.

Was wir uns fragen müssen

Wie mobil ist unsere Gesellschaft eigentlich?

Welchen Umfang nimmt unser Güter- und Personentransport eigentlich ein? Was kostet er uns und unsere Umwelt? Was wird eigentlich von dem was wir kaufen und nutzen mit welchem Aufwand transportiert?

Was wird uns die Beibehaltung und Steigerung des Verkehrs in absehbarer Zukunft kosten? Wollen und können wir uns das so weiter leisten?

Was wären die Alternativen? Können wir andere Energieträger nutzen und weiter so mobil sein wie bisher?  Werden wir nicht einfach alle in Zukunft elektromobil unterwegs sein? Warum nutzen wir eigentlich nicht mehr öffentliche Verkehrsmittel und warum sind uns Autos so wichtig? Welche anderen Formen mobil zu sein können wir uns vorstellen? Sollten wir sogar über unsere Bedürfnisse nachdenken und weniger oder anderes wollen? Was ist uns wirklich wichtig?…

Wir haben selbst auf die meisten Fragen noch keine Antworten, wollen uns aber in der Projektgruppe Energieregion Elbland und bei unseren Monatsveranstaltungen damit beschäftigen, Hintergründe analysieren, Zusammenhänge aufdecken und Vorstellungen entwickeln, wie sich Mobilität und Verkehr in der Elblandregion verändern und entwickeln können.

Debattenbeiträge

Auf unserer Mitgliederversammlung am 19.06.2010 führten Cathleen Klötzing von der Sächsischen Energieagentur (saena) und Dipl.-Ing. Falk Rosenlöcher von der Brunel GmbH Dresden unter der Frage “Zukunft Elektromobilität?” in das Thema ein.

Referat  “Modellregion Elektromobilität Sachsen: Potentiale und Herausforderungen (Fr. Klötzing)

Referat “Problem Energie-Speichertechnologien: Wann ist der Durchbruch zu erwarten?” (Hr. Rosenlöcher)


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