Das diesjährige Umundu-Festival für global nachhaltigen Konsum findet vom 10. bis 20. November statt und bietet über 50 bunte Veranstaltungen. Das diesjährige Thema steht den Motiven des Elbland-Forums sehr nahe, es lautet “Transition Town – Stadt im Wandel”. Unter dem Stichwort “Transition Town” formiert ich eine Bürgerbewegung, die die eigenen Städte krisenfester machen will, um Klimawandel, Wirtschaftskrise und Peak Oil zu begegnen. In Sachsen gibt es derzeit in Dresden und Leipzig Transition-Initiativen, wir dürfen erwarten, dass es in den kommenden Jahren noch einige mehr werden.
Besonders hervorzuheben:
Das Komplettprogramm liefert einiges mehr…
09. November 2011
Im Rahmen des Transition Town Movement (etwa “Bewegung für eine Stadt
des Übergangs”) proben seit 2006 Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen
in vielen Städten und Gemeinden der Welt den geplanten Übergang in eine
postfossile, relokalisierte Wirtschaft. Eine Initiatorengruppen zu
Transition Town Dresden hat sich gefunden und erste Treffen haben
stattgefunden.
Für Samstag, den 21.05.2011 und Sonntag, den 22.05.2011 ist ein Transition Town Training in Dresden geplant.
Die Kursleitung erfolgt durch zwei ausgebildete Transition Town Trainer
und werden von Gerd Wessling geleitet werden. Gerd Wessling begleitet
seit über 3 Jahren die Transition Initiativen. Er war und ist oft in
Totnes (UK) und lebt an seinem Heimatort Bielefeld als Mitgründer von
Transition Town Bielefeld.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung:
http://www.stadt-im-wandel.net
Die Teilnehmeranzahl ist auf 30 Teilnehmer begrenzt und die Teilnahme
wird entsprechend dem Eingang der Anmeldungen vergeben.
29. März 2011
“Transition” heißt “Übergang”. Wir stehen an der Schwelle des Übergangs vom fossilen ins postfossile Zeitalter. Das Elbland-Forum versteht sich als aktiver Spieler in dieser Übergangszeit, doch wir sind nicht allein. Ausgehend von der Kleinstadt Totnes in Großbritannien formt sich derzeit eine globale Bewegung, die die Energiewende auf lokaler Ebene voranbringen will: Die Transition-Town-Bewegung.
Die von dieser Idee Bewegten treffen sich jetzt:
Vom 19. bis 21. November zur 1. deutschsprachigen Transition-Konferenz in Hannover
Aus Dresden fahren zumindest zwei Leute hin. Wer kommt aus unserer Region noch mit?
Mehr Infos zur Konferenz: http://www.transition-konferenz.de
07. November 2010
Seit Mitte August eine Studie des Zentrums für Transformation der Bundeswehr in die Öffentlichkeit kam, hat das Thema Peak Oil neue Aufmerksamkeit erhalten. Die Studie ist nicht offiziell freigegeben, offizielle Stellungnahmen beschränken sich darauf, ihre Echtheit zu bestätigen, sie aber als “inoffizielle Vorabversion” zu bezeichnen. Unabhängig davon ist der Inhalt der Studie brisant, ist es doch die erste umfassende Analyse einer öffentlichen Einrichtung in Deutschland, die sich mit dem Thema auseinandersetzt.
Insbesondere befindet die Studie:
- dass Peak Oil ein “systemisches Risiko” für alle gesellschaftlichen Bereiche darstellt
- dass die Wirkungen des Peaks umfassend sind und es Zeit kostet, Vorbereitungen zu treffen
Während SPIEGEL ONLINE sich insbesondere auf die sicherheitspolitischen Problemstellungen konzentriert und der überwiegende Rest der Medien sich dieser Sichtweise anschließt, soll jedoch folgendes betont werden:
Peak Oil hat sehr lokale Auswirkungen. Die betroffenen Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche wie Verkehr, Landwirtschaft, chemische und Automobilindustrie sowie sinkende Kaufkraft und zu erwartende Transformationsarbeitslosigkeit werden jeden Menschen in irgendeiner Form erreichen. Deshalb ist es notwendig, sich von lokaler Seite aus Gedanken über die Umgestaltung der Kommunen und Regionen zu machen. In der Studie heißt es unter anderem dazu:
“Der Faktor Zeit kann für den Erfolg der Transformation zu post-fossilen Gesellschaften dabei entscheidend sein. Um diesbezügliche demokratische Entscheidungsprozesse zu beschleunigen, müssen die Gefahren einer erodierenden Ressourcenbasis im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden. Nur so kann das notwendige Problembewusstsein für anstehende Weichenstellungen entstehen. Gleichzeitig müssen eigene Möglichkeiten der Vorbereitung geprüft und ergriffen werden. Dezentrale Lösungsansätze können zwar von zentraler Stelle gefördert, aber in der Regel nicht entwickelt und implementiert werden.”
Damit heben die Autoren die Rolle der Kommunen hervor, die die gesellschaftlichen Knotenpunkte dezentraler Lösungsansätze sind: In den Kommunen muss ein Problembewusstsein entstehen und die Lösungen lokal entwickelt und umgesetzt werden. Eine Analyse der Studie aus einem kommunalen Blickwinkel gibt es bei Peak-Oil.com (einen Überblick über weitere Reaktionen gibt es hier). Aus Sicht des Elbland-Forums werden wir in unserer Meinung verstärkt, dass die Energiewende insbesondere auf lokaler Ebene vorangetrieben werden sollte. Der Ansatz der Transition Towns ist dabei hilfreich. Wir laden jeden ein, diesen Prozess unterstützend zu begleiten.
02. September 2010
Das wird 2015 nicht mehr nur Vision, sondern Realität sein.
Zumindest für die privaten Haushalte der Stadt, die bis dahin allesamt aus Wind-, Sonne- und Wasserkraft und Biomasse versorgt werden sollen. Bis 2025 auch die ansässigen Unternehmen, die als größte Abnehmergruppe von Strom gelten. Dies ist das erklärte Ziel der rot-grünen Stadtregierung und steht als erstes konkretes Projekt für viele andere Kommunen, die eine eigene dezentrale und ökologische Energieversorgung in Planung haben.
Hintergrund dieser “neuen Öko-Bewegung deutscher Städte” ist die Liberalisierung im Strommarkt, die für viele Kommunen ein Aufbruchsignal für mehr Unabhängigkeit und Ökologie in der Stromproduktion und -versorgung bedeutet. Die dezentrale Produktion von Strom muss in Deutschland ab 2020 zu mindestens 30% aus erneuerbaren Energien stammen.
Weitere Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Kassel, Augsburg und Freiburg – um nur die größten zu nennen – planen über ihre eigenen Stadtwerke Energie zu erzeugen und ihren Bürgern und ansässigen Unternehmen zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien anzubieten. Energieautarkie ist ihr erklärtes Ziel und dies wird in Zukunft nur ökologisch möglich sein.
Zum Artikel in der FAZ: Die neue Öko-Bewegung der Städte
14. September 2009