Energiewende-Studie zu Radebeul

Das 2009 gegründete Forum für Energiewende und regionale Entwicklung im Elbland e. V. verspürte nach dem Nuklearunfall in Fukushima im März 2011 eine Art „Identitätskrise“: Plötzlich war das Wort Energiewende in aller Munde und erfuhr einen gewissen Bedeutungswandel. Plötzlich kümmerte sich die Bundespolitik um eine solche Wende. Der Bedarf, überhaupt für diesen grundlegenden Umbau des Energiesektors zu trommeln, schien verpufft. Anfang 2012 beschlossen wir daher, ein neues Projekt anzugehen: Wir wollten analysieren, welcher Stand der Energiewende in Radebeul – damals ein Jahr nach dem gravierenden Reaktorunglück in Japan – erreicht ist.

Unsere Studie Energiewende in Radebeul liegt nun vor, heute Abend stellen wir sie öffentlich im Rahmen des regelmäßigen Radebeuler Energiestammtisches vor und zugleich online zur Verfügung:

Die Studie darf nicht als abgeschlossenes, unfehlbares Dokument betrachtet werden, sondern soll vielmehr zur Diskussion anregen. Die aus unserer Sicht wichtigste Erkenntnis: Radebeul braucht eine Vision, wie die Bewohner künftig in ihrer Stadt leben wollen – angesichts energiepolitischer Veränderungen, angesichts rückläufiger Öl- und Gasförderung in Europa, angesichts des Klimawandels und neuer Energie-Technologien. Diese Vision muss entsprechende Prozesse in Gang setzen – hin zu bewussterem Energieeinsatz, geringerem Verbrauch, höherer Effizienz, hin zu erneuerbaren Energien und einer Energieversorgung, die sich weitgehend regionaler Wertschöpfungsketten bedient und damit das Geld in der Region belässt.

Da es sich um einen zentralen Aspekt des Gemeinwohls handelt, sollten Kommunalpolitik und Stadtverwaltung diese Vision mit federführendem Handeln und klaren Signalen stützen. Es gibt ein Energiekonzept der Bundesregierung, aber keinen detailliert ausgearbeiteten „Masterplan“ für die Energiewende, erst recht nicht bezogen auf einzelne Regionen und Kommunen. Man kann darin einen Makel sehen, es ebensogut aber als Chance begreifen, durch Eigeninitiative die „Energiewende von unten“ voranzutreiben. Letztlich sind es die Bürger und Unternehmen, die mit ihren Entscheidungen rund um das Thema Energie zu „politischem Kreuzchenmachen“ werden und über Radebeuls Zukunft bestimmen.

Daher laden wir alle Radebeuler und die mit Radebeul verbundenen Akteure ein, unsere Studie zum Anlass zu nehmen, um über Zukunftsszenarien der Stadt zu debattieren und das Bewusstsein für Entscheidungen zu schärfen. Wir freuen uns über den Fortgang des Dialogs!

Eine Druckfassung der Studie kann gegen eine Schutzgebühr von 20 Euro beim Elbland-Forum erworben werden.

Dresden auf Entzug 2

Anfang November veranstalteten wir im Hygiene-Museum Teil 2 unserer Reihe „Dresden auf Entzug – Wie funktioniert die Stadt ohne Öl“? Diesmal widmeten wir uns dem Verkehrsentwicklungsplan 2025+ der Stadt Dresden, fragten ob die städtischen Strukturen angemessen aufgestellt sind und warfen eine Blick zurück in die Zeit vor dem Öl. Wer nicht dabei war darf auch diesmal wieder in den Abend per Video hineinschauen:

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Video: Dresden auf Entzug

Ende April luden Friedrich-Ebert-Stiftung, Deutsches Hygiene-Museum Dresden und zwei Akteure des Elbland-Forums zu einem Abend ins Hygiene-Museum, bei dem es um die Frage ging: Wie funktioniert die Stadt ohne Öl? Unter dem durchaus provokanten Titel „Dresden auf Entzug“ wollten wir diskutieren, wie gut Dresden auf den Peak Oil vorbereitet ist – das globale Ölfördermaximum, dessen Auswirkungen vermutlich drastisch sind, das bislang aber im gesellschaftspolitischen Diskurs und in den Strategien von Kommunen und Unternehmen nur eine sehr, sehr untergeordnete Rolle spielt.

Eingeladen hatten wir Vertreter der IHK, des Dresdner Einzelhandels sowie der Dresdner Verkehrsbetriebe und 140 Besucher kamen – weitere 40 mussten wir leider absagen, da der gewählte Saal zu klein für das Interesse war. Bei der nächsten Veranstaltung am 8. November 2012 werden wir deshalb einen größeren Saal im Hygiene-Museum nutzen.

Der Vortragsabend wurde mitgeschnitten. So können nun auch jene teilhaben an diesem Abend, die im April nicht live dabei waren. Untenstehend oder direkt auf YouTube:

 

Unser Angebot Schulprojekttag „Elektromobilität“

In Zusammenarbeit mit der Mittelschule Radebeul haben wir einen Projekttag „Elektromobilität“ für Schulen entwickelt. Das Unterrichtsmodul ist über die Sächsische Energieagentur SAENA GmbH zu beantragen.

Wie wir das Unterrichtsmodul bereits an einer Schule gestaltet haben, zeigte unser Testlauf am 6. Mai 2011 im Rahmen des Schulenergietages an der Mittelschule Radebeul-Mitte.

Beim ersten Thema „peak oil“ sprach Norbert Rost über die Themen Ressourcenendlichkeit, Umwelt-und Klimabelastung, Mobilitätskosten und Modellprojekte Elektromobilität. Das zweite Thema „Wie funktioniert ein Elektroantrieb?“ wurde von der CITYSAX Mobility GmbH sehr anschaulich erklärt, es wurde über die Funktionsweise und den Wirkungsgrad eines Elektroantriebes, über Autobatterien und Ladesysteme berichtet.

Im Praxisteil konnten sich die Schüler an drei Stationen mit Elektromobilität befassen:
1. Erfahrungsbericht mit einem E-Trabant:
Ein Mitarbeiter des Klimaschutzbüros der Stadt Dresden fährt seit Jahren einen E-Trabant. Er berichtete über seine Erfahrungen und über alltagstaugliche Elektromobilität. Der E-Trabant war natürlich auch vor Ort.

2. Mobile Solartankstelle und Elektro-Karts:
Die beiden Leiter der AG Formel „E-Kleinrennwagen “ demonstrierten die Funktionsweise der Solartankstelle und führten ein Training mit den E-Karts auf der neuen Rennstrecke auf dem Gelände der Mittelschule durch.

3. Modellbau Solar-Mobil
An dieser Station hatten die Schüler die Möglichkeit zum Experimentieren und zum Bau eines Solar-Mobils aus Recycling-Materialien. Der Bildungsreferent informierte die Schüler über die Wirkungsweise von Solarmodulen und die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenenergie.

Weitere Informationen zur Buchung und Durchführung des Schulprojekttages Elektromobilität finden Sie hier.

Solartankstelle

Bau eines Solar-Mobils mit Schülern

 

Was bedeutet Peak Oil?

Ein VideoVortrag. Bitte auf den PLAY-Button am unteren Rand drücken, um das Audio zu hören:

Pendler-Rechner: Wie hoch ist Ihr echter Stundenlohn?

Viele Menschen verbringen nicht wenig Zeit auf dem Weg zur Arbeit. Und zurück. Wie sieht der eigene Stundenlohn aus, wenn man die Fahrzeit zur Arbeitszeit rechnet? Und die Fahrtkosten berücksichtigt? Der Pendler-Rechner von Regionalentwicklung.de hilft, sich den eigenen Fahrt-Aufwand bewusst zu machen: