Wir laden Sie recht herzlich zur Filmtour-Station nach Riesa ein!
Zeit: 19:30 Uhr
Ort: Kulturwerkstatt Art, Klötzerstraße 29, Riesa
Im Anschluss diskutieren wir mit unserem Gast Prof. (Dipl.-Ing.) Hans-Hermann Decker, Leiter des Studienganges Versorgungs- und Umwelttechnik an der Studienakademie Riesa, welche Alternativen zum Öl bestehen, wie wir zukünftig Energie gewinnen, produzieren und verbrauchen wollen und was Energiewende für usnere Region bedeuten kann.
14. Mai 2010
Die Energiewende ist in vollem Gang. Die Zukunft wird von Erneuerbaren Energien geprägt sein. Daß Atomkraft eine wesentliche Rolle im solaren Zeitalter spielt, ist unwahrscheinlich. Nicht nur die jahrtausendelange Strahlung des Mülls sollte uns von Atomkraft abhalten, auch die begrenzte Verfügbarkeit von Uran. Genau wie Öl hat auch Uran einen Förderhöhepunkt – Peak Uran. Genau wie Öl wird auch Uran nach seinem Peak teuer und schwerer verfügbar. Je mehr Atomkraftwerke gebaut werden, umso schneller ist der Rohstoff alle. Statt in Atomkraft sollten wir deshalb in eine energetische Neuorganisation von Wirtschaft und Gesellschaft und in die Ernte erneuerbarer Energien investieren.
Campact organisiert zu diesem Thema derzeit eine Aktion. Unter dem Titel
Die Energiewende braucht keine atomare Brücke!
kann jeder sich einen Brief an den atompolitiknähesten Abgeordneten seines Wahlkreises erzeugen lassen, der diesen dazu bringen soll, seinen Standpunkt zu hinterfragen. Es kostet keine 3 Minuten…
Wer jedoch mehr Zeit investieren will oder gar anderer Meinung ist, sollte mit dieser nicht hinter dem Berg halten, sondern die Kommentar-Funktion nutzen.
05. Mai 2010
Das ELBLAND-FORUM und die Energieleitstelle Radebeul veranstalteten in diesem Jahr vom 19. bis 24. April gemeinsam mit der Stadt Radebeul und den Stadtwerken Elbtal die Radebeuler Energietage zum Tag der Erneuerbaren Energien am 24. April 2010.
Unser Motto “Energiewende – wir machen mit!”
Als Bündnis von Kommune, Stadtwerken, Aktiven, Vereinen und lokalen/regionalen Handwerkern und Dienstleistern informierten wir auf unseren Veranstaltungen über Nutzungsmöglichkeiten und Potentiale Erneuerbarer Energien, zeigten Effizienz- und Einsparpotentiale in Haushalt und Unternehmen auf und luden zum Besichtigen Erneuerbarer Energien-Anlagen in Radebeul und Umgebung ein.
Weitere Impressionen von den Radebeuler Energietagen finden Sie hier!
03. Mai 2010
Das ELBLAND-FORUM präsentiert in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Sachsen den Film
“The Oil Crash. A Crude Awakening”
Auf unserer Filmtour durch den Landkreis Meißen möchten wir mit Ihnen und unseren Gästen zur Frage Wie wollen wir leben, wenn das Öl knapp wird? ins Gespräch kommen und unsere Initiative der Energieregion Elbland vorstellen.
Diskutieren Sie mit uns darüber, wie wir künftig Energie gewinnen, produzieren und verbrauchen wollen, was eine Energiewende in unserer Region bedeuten kann und inwieweit jeder selbst oder gemeinsam mit anderen aktiv werden kann!
Inhalt: In wenigen Jahrzehnten werden die die Ölreserven der Welt aufgebraucht sein. Was geschieht dann? Dieser Frage gehen der Schweizer Basil Gelpke und der Ire Ray McCormack in ihrem Dokumentarfilm The Oil Crash nach. Rasant und mittels eindrücklichen Bildmaterials reihen sie Fakten aneinander, rollen die kurze Geschichte des Ölzeitalters auf und sagen unserem modernen Leben, das auf allen Ebenen durch das schwarze Gold bestimmt ist, eine düstere Zukunft voraus.
Die Fragestellung ist nicht neu, aber die präsentierten Zusammenhänge sind so überzeugend dargestellt und alarmierend zugleich, dass man sich ihnen nur schwer entziehen kann.
Unsere nächste Filmstation:
Lommatzsch OT Barmenitz · Pension Zieger · Barmenitz Nr. 1 · 19.04.2010 · 19 Uhr
Unsere Filmtourstationen und Gäste im Überblick
Unser Flyer zur Filmtour
01. April 2010
Zeit: 19.04.2010, 19 Uhr
Ort: Lommatzsch · Pension Zieger, Barmenitz Nr. 1
Wir diskutieren im Anschluss folgendes Projekt:
Seit 2007 betreibt die Agrargenossenschaft «Lommatzscher Pflege» eG eine Biogasanlage, die nicht nur Strom aus lokal anfallender Biomasse produziert, sondern über anfallende Abwärme auch eine dezentrale Wärmeversorgung ermöglicht. Wie diese Unternehmung im Betrieb der Genossenschaft verankert ist, wie Biomasse zu Strom wird und welche Potentiale Biomassenutzung hat, wird Wolfgang Grübler, der Geschäftsführer der Agrargenossenschaft vorstellen.
01. März 2010
Ein VideoVortrag. Bitte auf den PLAY-Button am unteren Rand drücken, um das Audio zu hören:
25. November 2009
Das wird 2015 nicht mehr nur Vision, sondern Realität sein.
Zumindest für die privaten Haushalte der Stadt, die bis dahin allesamt aus Wind-, Sonne- und Wasserkraft und Biomasse versorgt werden sollen. Bis 2025 auch die ansässigen Unternehmen, die als größte Abnehmergruppe von Strom gelten. Dies ist das erklärte Ziel der rot-grünen Stadtregierung und steht als erstes konkretes Projekt für viele andere Kommunen, die eine eigene dezentrale und ökologische Energieversorgung in Planung haben.
Hintergrund dieser “neuen Öko-Bewegung deutscher Städte” ist die Liberalisierung im Strommarkt, die für viele Kommunen ein Aufbruchsignal für mehr Unabhängigkeit und Ökologie in der Stromproduktion und -versorgung bedeutet. Die dezentrale Produktion von Strom muss in Deutschland ab 2020 zu mindestens 30% aus erneuerbaren Energien stammen.
Weitere Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Kassel, Augsburg und Freiburg – um nur die größten zu nennen – planen über ihre eigenen Stadtwerke Energie zu erzeugen und ihren Bürgern und ansässigen Unternehmen zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien anzubieten. Energieautarkie ist ihr erklärtes Ziel und dies wird in Zukunft nur ökologisch möglich sein.
Zum Artikel in der FAZ: Die neue Öko-Bewegung der Städte
14. September 2009
Es ist begrüßenswert, daß die alteingesessenen Energiekonzerne sich mit dem Desertec-Projekt intensiv mit erneuerbaren Energien befassen. Die Idee, die Sonneneinstrahlung in Afrika zu nutzen macht grundsätzlich Sinn. Dennoch ist diesem Projekt mit einer gewissen Skepsis zu begegnen, denn jahrelang spielten neue Art der Energieversorgung bei den Stromkonzernen nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr wurde die “Cash Cow” gemolken – auf Kosten des Klimas und des Verbrauchers, der sich einem Oligopol weniger Energieerzeuger gegenübersah.
Wenn nun ein Projekt gestartet wird, welches 17% des europäischen Stroms aus Sonnenenergie produzieren könnte, kann man nur hoffen, daß dies auch geschieht. Und zwar in enger Zusammenarbeit mit den afrikanischen Regionen, deren Land man für das Projekt nutzen möchte. Daß drei Jahre Planungen (mit ungewissem Ausgang) nötig sind verwundert bei der Größenordnung einer geschätzten Investitionssumme von 400 Milliarden Euro nicht. Diese Herangehensweise ist jedoch dem größer-schneller-weiter-Denken des 20. Jahrhunderts geschuldet, welches sich weiterhin in Politik und Konzernen wiederfindet. Die Planung und Realisierung einer Photovoltaik-Anlage auf einem Dach oder einer Freifläche geht weitaus schneller vonstatten. Es sind weniger finanzielle Mittel nötig und es entstehen durch viele kleine Anlage dezentrale Strukturen, die die Macht von Energieerzeugung und -verkauf verteilen statt sie zu konzentrieren. Gefährlich wird es, wenn die 3 Jahre Bedenkzeit dazu genutzt werden, die veraltete Atomtechnik wiederzubeleben oder – wie von Klimasünder Vattenfall bevorzugt – in die Kohlendioxid-Verpressung (neudeutsch “CCS”) einzusteigen. Kohleverbrennung stellt ein Risiko fürs Klima dar, Kohlendioxid-Abscheidung stellt ein unkalkulierbares Risiko für die Zukunft dar, denn was passiert, wenn das ins Erdinnere geleitete Gas ausbricht? Jahrtausendelang werden wir uns mit der Sicherung dieser CO2-Endlager befassen müssen.
Es gilt: Warten, bis “Desertec” beschlossene Sache ist, reicht nicht! Es ist ungewiss, ob das Projekt kommt. Es ist ungewiss, wo die langen Stromleitungen langlaufen werden (prognostizierter Verlust beim Energietransport: 15%), es ist ungewiss, wie viele Milliarden die großen Konzerne als Subventionen einfordern werden. Die Abhängigkeit von wenigen großen Lieferanten bliebe bestehen, allein dieses eine Projekt würde eine Markt-Macht von 17% bekommen – sicherlich einer der Gründe, warum man auf den Chef-Etagen darüber nachdenkt!
Wir plädieren dafür, unabhängig von den Planungen der Großen weiterhin die dezentrale Energieerzeugung in Europa und dem Rest der Welt voranzutreiben: Mit kleinen Anlagen auf Hausdächern und Freiflächen, mit Windkraft wo es sinnvoll ist, mit einem Mix aus Wasserkraft und Erdwärme. Und bei all dem sollte nicht vergessen werden: Der Energieverbrauch der entwickelten Industrienationen liegt um ein Vielfaches höher als jener von Menschen in den sich entwickelnden Ländern. Wer immer nur an Europa denkt, wird in der globalen Frage von Energie und Klima zu kurz denken.
14. Juli 2009