
Wir laden für Dienstag, den 14. Februar um 19:00 Uhr, sehr herzlich zu unserem Energiestammtisch Elbland mit einem einführenden Referat von Herrn Dr. Steffen Jahn, Project-oiltec factory, Mitarbeiter der ENFO AG, zu dem Thema
“Energie aus Müll? Ja bitte! Vision und Wirklichkeit – Technologieprojekt mit Substanz” ein.
Mit dieser Einführung wollen wir Impulse für eine anschließende kritische und konstruktive Diskussionsrunde setzen, die ab dem Jahr 2012 den Charakter des Energiestammtisches Elbland prägen wird. Über dieses veränderte Format wollen wir künftig noch besser gleiche Interessen bündeln, Netzwerkbildung vorantreiben und uns damit für die Energiewende in unserer Region stärken.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Der Veranstaltungsort des Energiestammtisches wird wieder das Büro der ENFO AG, Hellerstraße 23, in Radebeul Ost sein.
… weitere Informationen zum Energiestammtisch Elbland und zum Jahresprogramm 2012
23. Januar 2012

Das Elbland-Forum holt zukünftig Statements bei den Referenten des Energiestammtisches Elbland ein und veröffentlicht diese hier auf unserer Homepage.
Am 10. Januar 2012 war Gastreferent Herr Dipl. – Ing. Falk Rosenlöcher, Niederlassungsleiter der Brunel GmbH Dresden. Hier sein Statement zum Thema Speichermöglichkeiten – Visionen zur künftigen Energietechnik.
Die Erzeugung und Speicherung von Energie wird in diesem Jahrhundert eine starke Diversifizierung erfahren. Künftig wird man nicht nur fünf verschiedene Energieträger bzw. Technologien nutzen, sondern bis zu 15-20 verschiedene. Diese Individualisierung wird erheblich viele Arbeitsplätze schaffen und sichern.
Die Energiekonzerne werden schon in den nächsten 20 Jahren einiges an Einfluss am Markt verlieren. Dennoch wird die Grundabsicherung durch fossile Brennstoffe lange anhalten. Die Nutzung der Sonne, Wind und Brennstoffzellen sind aus meiner Sicht die langfristigsten effizientesten Lösungen. Neue, derzeit zu entwickelnde Speichersysteme werden tageszeitliche, saisonale, politische Energieprobleme entschärfen, aber keine Finallösung darstellen.
Der globale (!) Ansatz muß sein, Energieverbrauch zu vermeiden und rapide zu senken. Energie sollte künftig lokal und “on demand” d.h. wenn sie gebraucht wird, produziert werden. Wenig Transport, Speicherung nur wenn erforderlich, damit die Kosten und Verluste gering gehalten werden können. Jeder einzelne Mensch kann schon jetzt damit beginnen Solarzellen, Solarthermie oder Erdwärme zu nutzen- das Ziel der Energiewende kann nur durch die Menschen erreicht werden. Derzeit kann man als Konsument damit kaum Geld sparen, der Beginn des Umdenkens ist aber wichtig . Unsere Kinder müssen das Vorleben des Energiesparens bewußt kennenlernen. Das Thema der Energieumwandlung, im physikalischen Sinne, muß bestmöglich erforscht werden, um Verluste zu minimieren und die Chance / den Traum offen zu halten, das Energieproblem nachhaltig zu lösen ! Wenn das in den nächsten 200, 300 … Jahren gelingen würde, könnte das weltweit zu Wohlstand und Stabilität führen.
19. Januar 2012
In Zusammenarbeit mit der Mittelschule Radebeul haben wir einen Projekttag “Elektromobilität” für Schulen entwickelt. Das Unterrichtsmodul ist über die Sächsische Energieagentur SAENA GmbH zu beantragen.
Wie wir das Unterrichtsmodul bereits an einer Schule gestaltet haben, zeigte unser Testlauf am 6. Mai 2011 im Rahmen des Schulenergietages an der Mittelschule Radebeul-Mitte.
Beim ersten Thema “peak oil” sprach Norbert Rost über die Themen Ressourcenendlichkeit, Umwelt-und Klimabelastung, Mobilitätskosten und Modellprojekte Elektromobilität. Das zweite Thema “Wie funktioniert ein Elektroantrieb?” wurde von der CITYSAX Mobility GmbH sehr anschaulich erklärt, es wurde über die Funktionsweise und den Wirkungsgrad eines Elektroantriebes, über Autobatterien und Ladesysteme berichtet.
Im Praxisteil konnten sich die Schüler an drei Stationen mit Elektromobilität befassen:
1. Erfahrungsbericht mit einem E-Trabant:
Ein Mitarbeiter des Klimaschutzbüros der Stadt Dresden fährt seit Jahren einen E-Trabant. Er berichtete über seine Erfahrungen und über alltagstaugliche Elektromobilität. Der E-Trabant war natürlich auch vor Ort.
2. Mobile Solartankstelle und Elektro-Karts:
Die beiden Leiter der AG Formel “E-Kleinrennwagen ” demonstrierten die Funktionsweise der Solartankstelle und führten ein Training mit den E-Karts auf der neuen Rennstrecke auf dem Gelände der Mittelschule durch.
3. Modellbau Solar-Mobil
An dieser Station hatten die Schüler die Möglichkeit zum Experimentieren und zum Bau eines Solar-Mobils aus Recycling-Materialien. Der Bildungsreferent informierte die Schüler über die Wirkungsweise von Solarmodulen und die Nutzungsmöglichkeiten der Sonnenenergie.
Weitere Informationen zur Buchung und Durchführung des Schulprojekttages Elektromobilität finden Sie hier.

Solartankstelle

Bau eines Solar-Mobils mit Schülern
01. Dezember 2011
Das Elbland-Forum macht den Praxistest und holt zukünftig Statements zur aktuellen bundesdeutschen und sächsischen Energiepolitik ein und veröffentlicht diese hier auf unserer Homepage. Wir befragen dazu die Mitglieder unseres Wissenschaftlichen Beirates und weitere Wegbegleiter unserer Energiewende-Initiative im Elbland. Es sind alles Akteure, die sich jeden Tag in den unterschiedlichsten Bereichen für Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien und damit auch für regionale Strukturentwicklung einsetzen und diese Potenziale für unsere Region und für Sachsen nutzbar machen wollen.
Aktuell zur Regierungserklärung des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich zum Energie-Umstieg am 25. Mai 2011 im Sächsischen Landtag
Statement von Dr. Uwe Mixdorf und Burkhard Zschau, Management des Bioenergienetzwerkes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
21. Juni 2011
“Transition” heißt “Übergang”. Wir stehen an der Schwelle des Übergangs vom fossilen ins postfossile Zeitalter. Das Elbland-Forum versteht sich als aktiver Spieler in dieser Übergangszeit, doch wir sind nicht allein. Ausgehend von der Kleinstadt Totnes in Großbritannien formt sich derzeit eine globale Bewegung, die die Energiewende auf lokaler Ebene voranbringen will: Die Transition-Town-Bewegung.
Die von dieser Idee Bewegten treffen sich jetzt:
Vom 19. bis 21. November zur 1. deutschsprachigen Transition-Konferenz in Hannover
Aus Dresden fahren zumindest zwei Leute hin. Wer kommt aus unserer Region noch mit?
Mehr Infos zur Konferenz: http://www.transition-konferenz.de
07. November 2010
Wir laden ein zu einem Abend mit Franz Galler, Initiator des Regiogeldes Sterntaler und treibende Kraft hinter der RegioStar-Genossenschaft im Berchtesgadener Land. Er wird uns über die Aktivitäten der Genossenschaft berichten und mit uns ins Gespräch kommen, inwieweit dieses Modell zur bürgerschaftlich getragenen Regionalentwicklung auch in unserer Region umsetzbar ist. Eine Regionalgenossenschaft fürs Elbland…
Wann? 27. September 2010, 19:30 Uhr
Wo? Vereinshaus “Aktives Leben”, Dürerstraße 89, Dresden Johannstadt
Wieviel? Eintritt frei, Spende erbeten, Anmeldung erbeten.
Kontakt: ed.murof-dnalblenull@tsor.trebron
Mehr Informationen zum Projekt:
08. September 2010
Die Energiewende ist in vollem Gang. Die Zukunft wird von Erneuerbaren Energien geprägt sein. Daß Atomkraft eine wesentliche Rolle im solaren Zeitalter spielt, ist unwahrscheinlich. Nicht nur die jahrtausendelange Strahlung des Mülls sollte uns von Atomkraft abhalten, auch die begrenzte Verfügbarkeit von Uran. Genau wie Öl hat auch Uran einen Förderhöhepunkt – Peak Uran. Genau wie Öl wird auch Uran nach seinem Peak teuer und schwerer verfügbar. Je mehr Atomkraftwerke gebaut werden, umso schneller ist der Rohstoff alle. Statt in Atomkraft sollten wir deshalb in eine energetische Neuorganisation von Wirtschaft und Gesellschaft und in die Ernte erneuerbarer Energien investieren.
Campact organisiert zu diesem Thema derzeit eine Aktion. Unter dem Titel
Die Energiewende braucht keine atomare Brücke!
kann jeder sich einen Brief an den atompolitiknähesten Abgeordneten seines Wahlkreises erzeugen lassen, der diesen dazu bringen soll, seinen Standpunkt zu hinterfragen. Es kostet keine 3 Minuten…
Wer jedoch mehr Zeit investieren will oder gar anderer Meinung ist, sollte mit dieser nicht hinter dem Berg halten, sondern die Kommentar-Funktion nutzen.
05. Mai 2010
Ein VideoVortrag. Bitte auf den PLAY-Button am unteren Rand drücken, um das Audio zu hören:
25. November 2009
Das wird 2015 nicht mehr nur Vision, sondern Realität sein.
Zumindest für die privaten Haushalte der Stadt, die bis dahin allesamt aus Wind-, Sonne- und Wasserkraft und Biomasse versorgt werden sollen. Bis 2025 auch die ansässigen Unternehmen, die als größte Abnehmergruppe von Strom gelten. Dies ist das erklärte Ziel der rot-grünen Stadtregierung und steht als erstes konkretes Projekt für viele andere Kommunen, die eine eigene dezentrale und ökologische Energieversorgung in Planung haben.
Hintergrund dieser “neuen Öko-Bewegung deutscher Städte” ist die Liberalisierung im Strommarkt, die für viele Kommunen ein Aufbruchsignal für mehr Unabhängigkeit und Ökologie in der Stromproduktion und -versorgung bedeutet. Die dezentrale Produktion von Strom muss in Deutschland ab 2020 zu mindestens 30% aus erneuerbaren Energien stammen.
Weitere Städte wie Hamburg, Düsseldorf, Kassel, Augsburg und Freiburg – um nur die größten zu nennen – planen über ihre eigenen Stadtwerke Energie zu erzeugen und ihren Bürgern und ansässigen Unternehmen zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien anzubieten. Energieautarkie ist ihr erklärtes Ziel und dies wird in Zukunft nur ökologisch möglich sein.
Zum Artikel in der FAZ: Die neue Öko-Bewegung der Städte
14. September 2009
Es ist begrüßenswert, daß die alteingesessenen Energiekonzerne sich mit dem Desertec-Projekt intensiv mit erneuerbaren Energien befassen. Die Idee, die Sonneneinstrahlung in Afrika zu nutzen macht grundsätzlich Sinn. Dennoch ist diesem Projekt mit einer gewissen Skepsis zu begegnen, denn jahrelang spielten neue Art der Energieversorgung bei den Stromkonzernen nur eine untergeordnete Rolle, vielmehr wurde die “Cash Cow” gemolken – auf Kosten des Klimas und des Verbrauchers, der sich einem Oligopol weniger Energieerzeuger gegenübersah.
Wenn nun ein Projekt gestartet wird, welches 17% des europäischen Stroms aus Sonnenenergie produzieren könnte, kann man nur hoffen, daß dies auch geschieht. Und zwar in enger Zusammenarbeit mit den afrikanischen Regionen, deren Land man für das Projekt nutzen möchte. Daß drei Jahre Planungen (mit ungewissem Ausgang) nötig sind verwundert bei der Größenordnung einer geschätzten Investitionssumme von 400 Milliarden Euro nicht. Diese Herangehensweise ist jedoch dem größer-schneller-weiter-Denken des 20. Jahrhunderts geschuldet, welches sich weiterhin in Politik und Konzernen wiederfindet. Die Planung und Realisierung einer Photovoltaik-Anlage auf einem Dach oder einer Freifläche geht weitaus schneller vonstatten. Es sind weniger finanzielle Mittel nötig und es entstehen durch viele kleine Anlage dezentrale Strukturen, die die Macht von Energieerzeugung und -verkauf verteilen statt sie zu konzentrieren. Gefährlich wird es, wenn die 3 Jahre Bedenkzeit dazu genutzt werden, die veraltete Atomtechnik wiederzubeleben oder – wie von Klimasünder Vattenfall bevorzugt – in die Kohlendioxid-Verpressung (neudeutsch “CCS”) einzusteigen. Kohleverbrennung stellt ein Risiko fürs Klima dar, Kohlendioxid-Abscheidung stellt ein unkalkulierbares Risiko für die Zukunft dar, denn was passiert, wenn das ins Erdinnere geleitete Gas ausbricht? Jahrtausendelang werden wir uns mit der Sicherung dieser CO2-Endlager befassen müssen.
Es gilt: Warten, bis “Desertec” beschlossene Sache ist, reicht nicht! Es ist ungewiss, ob das Projekt kommt. Es ist ungewiss, wo die langen Stromleitungen langlaufen werden (prognostizierter Verlust beim Energietransport: 15%), es ist ungewiss, wie viele Milliarden die großen Konzerne als Subventionen einfordern werden. Die Abhängigkeit von wenigen großen Lieferanten bliebe bestehen, allein dieses eine Projekt würde eine Markt-Macht von 17% bekommen – sicherlich einer der Gründe, warum man auf den Chef-Etagen darüber nachdenkt!
Wir plädieren dafür, unabhängig von den Planungen der Großen weiterhin die dezentrale Energieerzeugung in Europa und dem Rest der Welt voranzutreiben: Mit kleinen Anlagen auf Hausdächern und Freiflächen, mit Windkraft wo es sinnvoll ist, mit einem Mix aus Wasserkraft und Erdwärme. Und bei all dem sollte nicht vergessen werden: Der Energieverbrauch der entwickelten Industrienationen liegt um ein Vielfaches höher als jener von Menschen in den sich entwickelnden Ländern. Wer immer nur an Europa denkt, wird in der globalen Frage von Energie und Klima zu kurz denken.
14. Juli 2009